Mario Gonner

GF der Firma Omigo OG Unternehmensberatung

Seit 2007 schult und entwickelt das Beratungsunternehmens Omigo OG in ganz Österreich Strategieumsetzungen des Hausgemeinschaftsmodells in Einrichtungen der Langzeitpflege. 2012 wurde die  Omigo OG von der Gemeinde Rankweil beauftragt, das Hausgemeinschaftsmodell auch im neu in Betrieb genommen Haus Klosterreben aufzubauen. Zur Strategieumsetzung wurde die Omigo OG beauftragt, dazu interimistisch die operative Verantwortung und die im Vorarlberger Pflegeheimgesetz erforderlichen Heim- und Pflegeleitungen temporär und interimsmäßig zu übernehmen.

Es ist nachgewiesen, dass im Alter – ob im Heim oder zu Hause – Menschen besonders unter Einsamkeit, Hilflosigkeit und Langeweile leiden. Genau an diesem Übel setzt das Hausgemeinschaftsmodell im Haus Klosterreben an. Das gesamte Leben im Heim – unter Beteiligung der Pflege, Aktivität, Hauswirtschaft, Küche, Verwaltung und auch des Ehrenamtes – sind auf den Grundsatz ausgerichtet „Das Leben pflegen“. Die Teams praktizieren zwischen allen Bereichen ein übergreifendes Miteinander für mehr Sinnhaftigkeit und Lebensqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner.

Die gemeinsame Vision ist: Dem Altwerden ein neues Zuhause geben. Sinnloses Tun oder Sein zerstören den menschlichen Geist, führen zu Einsamkeit und Rückzug. Wenn Bewohnerinnen oder Bewohner jedoch Gelegenheiten bekommen, die sie für Sinnvoll halten, trägt das wesentlich zu ihrem Wohlbefinden und ihrer Gesundheit bei.

In unseren Entwicklungen und Strategieumsetzungen in ganz Österreich haben wir herausgefunden, dass besonders Haushaltstätigkeiten den Menschen – auch solchen mit dementiellen Erkrankungen – von früher her noch bekannt sind und von ihnen gerne und gut durchgeführt werden. Unter Normalität verstehen wir, dass auch hochbetagte, pflegebedürftige Menschen ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können und das Gefühl haben, noch gebraucht zu werden. Im hausgemeinschaftsmodell wird versucht, wenn möglich, den Menschen sinnvolle Aufgaben zu übertragen, in dem Wissen DAS Ergebnis zu erhalten, das diesen Menschen noch möglich ist. Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Glücksgefühl, das die Menschen dabei empfinden.

Durch diese besondere Arbeit im Haus Klosterreben hat sich das positive Image der Einrichtung weit über die Grenzen Rankweils hinaus etabliert. Eine permanente Vollbelegung zeugen von dieser Entwicklung. Angehörige nehmen auch eine Warteliste in Kauf um einen Platz im Haus Klosterreben zu erhalten. Verschiedene Auszeichnungen wie der 1. Platz beim TELEIOS 2015 – dem „Oskar“ für Pflegeheime – oder “DER PFLEGER DES JAHRES 2014” sind weitere Bestätigungen dieses Weges.